Der Mindestpreis ist eine Möglichkeit der Preiskontrolle am Markt, wobei dieser dann wirkt, wenn er höher ist als der Gleichgewichtspreis zwischen Angebot und Nachfrage. Ist der Mindestpreis niedriger, ist er unwirksam oder einfach auch sinnlos. Er ist aber nicht nur bei Lebensmittel und ähnlichen Produkten eine Option für die Wirtschaftspolitik, es gibt ihn auch in anderer Form und eine davon ist medial immer wieder präsent - der Mindestlohn.
Von der Idee her ist der Mindestlohn nichts anderes als der Mindestpreis, wie man ihn am Arbeitsmarkt einführen kann und wie er häufig auch eingeführt wurde. Die Motivation zu so einer Maßnahme besteht darin, die Menschen vor der Ausbeutung zu schützen und sicherzustellen, dass man mit dem verdienten Geld auch wirklich sein Leben finanzieren kann - von Energie über Einkauf der Lebensmittel bis zur Kleidung. Der Mindestlohn ist eine gerne diskutierte Maßnahme, um Unternehmen anzuhalten, eine faire Lohnpolitik anzustreben.
Nicht nur die Motivation der Unterstützung ist ähnlich, auch die Wirkung, wenngleich die Konsequenz eine andere ist. Wenn es am Markt einen Mindestpreis gibt, der den Anbietern nicht gefällt, dann gibt es weniger Angebot und man kann daher nicht immer beziehen, was man gerne kaufen würde. Am Arbeitsmarkt heißt der Nachfrageüberschuss aber, dass man arbeitslos ist und das hat große finanzielle Konsequenzen für die betroffenen Menschen.
Grundsätzlich gelten auch am Arbeitsmarkt die Regeln von Angebot und Nachfrage. Nachfrager sind die Leute, die einen Arbeitsplatz anstreben wollen und Anbieter sind die Unternehmen und Organisationen, die einen solchen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen können und natürlich auch wollen, um erfolgreich agieren zu können. Dabei gibt es wie am normalen Markt wieder einen Schnittpunkt, der dann aber nicht Gleichgewichtsmenge und Gleichgewichtspreis heißt, sondern Gleichgewichtsbeschäftigung und Gleichgewichtslohnsatz. Wenn ein Mindestlohn eingeführt wird, der niedriger ist als dieser Schnittpunkt, dann passiert gar nichts und der Markt regelt die Lage.
Ist der Mindestlohn aber höher als dieser Schnittpunkt, dann passiert die gleiche Reaktion wie am Markt, weil die Unternehmen und Organisationen weniger Arbeitsplätze anbieten als nachgefragt wird. Natürlich - die Menschen würden gerne mehr verdienen und haben daher auch gute Lust, zum Mindestlohn arbeiten zu gehen, da sie sonst nur Dumpingjobs haben würden. Damit lässt sich das Leben nicht finanzieren. Die Unternehmen wiederum sind je nach Branche und Marktsituation (auch Situation der Weltwirtschaft etc.) in einer Position, bei der sie nur bis zu einem bestimmten Punkt bereit sind, für das Personal zu zahlen. Ist durch die Einführung eines Mindestlohnes diese Möglichkeit nicht gegeben, überlegen sie sich die Aufnahme von Personal und das Angebot sinkt.
Der Mindestlohn wirkt als wie der Mindestpreis, die Konsequenz ist aber eine höhere Arbeitslosigkeit, wenn das Angebot fällt, die Nachfrage jedoch steigt.
Die Wirtschaftspolitik sollte so agieren, wie gute Fußballschiedsrichter: Man merkt sie nicht. Das ist aber nicht immer möglich, deshalb gibt es Schnittstellen, Aktionen, aber auch Daten der Wirtschaft an den Staat und umgekehrt.
In erster Linie prägt die aktuelle Inflation das Marktgeschehen, aber der Staat greift auch in den Markt ein, wenn er es für nötig hält. Die Steuern sind natürlich das bekannteste Instrument.
Außerdem unterliegt die Wirtschaft dem Wirtschaftswachstum - oder genauer dem Konjunkturzyklus. Geht die Wirtschaft nach unten, wird es auch für den Staat teuer. Das zeigen dann auch die Wirtschaftsdaten.
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Artikel-Thema: Mindestlohn am Arbeitsmarkt
Beschreibung: Der 📜 Mindestlohn ist ein Beispiel für den Mindestpreis am Markt, in diesem Fall am ✅ Arbeitsmarkt mit Folgen für die Arbeitslosenzahlen.
Wir werden oft gefragt, ob man die Artikel für Studienarbeiten oder Schularbeiten verwenden darf und die Antwort ist ganz klar ja. Dafür haben wir diese Texte auch erstellt - zur Information und Weiterverwendung. Bitte aber bei Möglichkeit auf diese Seite verweisen.
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